Begrüßungsnachmittag an der Wirtschaftsschule Weiden

Auch in diesem Jahr fand an der Wirtschaftsschule in Weiden ein Begrüßungsnachmittag für alle neu angemeldeten Schülerinnen und Schüler für das Schuljahr 2019/20 statt.

Die zukünftigen Wirtschaftsschüler, unabhängig von der Jahrgangsstufe, wurden mit einem Begrüßungsgeschenk in Form von Ordnern und Brotzeitboxen empfangen. Erfreut über die große Teilnehmerzahl von über 100 Personen begrüßte im Anschluss die stellvertretenden Schulleiterin Frau Auer-Bertelshofer die Besucher herzlich.

Im Laufe der Veranstaltung erhielten die Besucher allgemeine Informationen zur und über die Gustl-Lang-Wirtschaftsschule. Vorgestellt wurde insbesondere auch das Ganztagesangebot, welches an der Wirtschaftsschule Weiden in allen Jahrgangsstufen angeboten wird.

Im Anschluss an den ersten Informationsteil hatten die zukünftigen Schüler die Möglichkeit mit derzeitigen Schülern ins Gespräch zu kommen und sich mit ihnen über deren Erfahrungen auszutauschen. Schüler der Ganztagesklassen boten für die Neulinge Schulhausführungen an, zeigten diesen die modern ausgestatteten Fachräume und stellten beide Übungsunternehmen der Gustl-Lang-Schule vor. So konnten an diesem Tag bereits erste Kontakte geknüpft und somit für die neuen Schüler der Start im September erleichtert werden. In der Zwischenzeit hatten die Eltern die Gelegenheit sich bei Kaffee, Kuchen und Snacks austauschten.

Wirtschaftsschüler besuchen den M+E Truck und die Firma Leistritz Produktionstechnik GmbH in Pleystein

Bei tropischen Bedingungen machten sich 19 interessierte Schülerinnen und Schüler aus den beiden Vorentlassklassen 9aG und BF10aG der Gustl-Lang-Wirtschaftsschule am Mittwoch auf den Weg von Weiden nach Pleystein. Dort erwartete die Schüler ein Infotruck über Berufe der Metall- und Elektroindustrie sowie eine Betriebsbesichtigung der Firma Leistritz Produktionstechnik GmbH. Im Vordergrund der Veranstaltung stand im Rahmen der Berufsorientierung das Kennenlernen von Berufen aus dem Feld der Metall- und Elektroindustrie.

Als erstes besichtigten die Schüler den zweigeschossigen „Info-Truck“. Dort erhielten sie erste Informationen über die Firma Leistritz Produktionstechnik GmbH und deren Ausbildungsangebot. In kleinen Videosequenzen wurden die möglichen Ausbildungsberufe wie beispielsweise Zerspanungstechniker, technischer Produktdesigner oder auch Industriekaufmann vorgestellt. Bei dem anschließenden Gang durch das Werk konnten die Schüler erste Einblicke in die Arbeitsplätze von z. B. Zerspanungsmechanikern oder Industriemechaniker erhalten. Am Ende der Führung konnten die Schüler noch einen Blick in die Lehrwerkstatt werfen und erhielten weitere Informationen zu möglichen Praktika oder Ausbildungsplätzen.

Außerdem vermittelte der Truck an verschiedenen Experimentierstationen einen anschaulichen Eindruck von technischen Arbeitsplätzen. An der CNC-Fräsmaschine konnten die Schüler kleine Programmierungen vornehmen und anschließend wurde das Werkstück nach ihren Eingaben gefräst. An der computergesteuerten Werkzeugmaschine war ein präzises arbeiten gefragt. Ihr praktisches Geschick konnten sie zudem beim Bau eines Schaltkreises unter Beweis stellen. Weiter bekamen die Schüler einen Einblick über das Ausführen von einfachen Programmierungen und konnten an einer weiteren Station selbst mechatronische Systeme ausprobieren und über kleine Hebel einen „Mini-Greifarm“ steuern. Multimediale Anwendungen, Filme und Informationsmaterial zum Mitnehmen ergänzten das Informationsangebot.

Die Gustl-Lang-Schule bedankt sich herzlich bei der Firma Leistritz Produktionstechnik GmbH für (den Besuch und) die sehr interessanten Einblicke in die Welt der Metall- und Elektroberufe sowie beim bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeberverband, der die anfallenden Buskosten übernommen hat.

Monika Giegerich und Jürgen Dobmann

Mit ECDL Zertifikat ausgezeichnet

Es war dem Schulleiter, Herrn OStD Thomas Reitmeier, eine besondere Freude, Vanessa Stahl und Nico Kellner aus der Abschlussklasse 10c ihre heißersehnten und mühsam erarbeiteten ECDL-Zertifikate zu überreichen. Obwohl beide schon einen Ausbildungsplatz für kommenden September haben, betonte Herr Reitmeier, dass sich dieses Zertifikat sicherlich gut in den Bewerbungsunterlagen machen würde oder ihre zukünftigen Ausbildungsbetriebe sich sicher freuen, so gut qualifizierte Auszubildende gewonnen zu haben.

Insgesamt absolvierten Vanessa und Nico im Lauf der letzten drei Schuljahre die vier Teilmodule
Computer-Grundlagen, Schreibnormen, Textverarbeitung sowie Präsentationen mit sehr guten Ergebnissen.

Auch Frau FOL Heike Krafczyk und Herr StD Franz Josef Gretsch, die in diesem Schuljahr zwei der vier Zertifikats-Prüfungen als Leiter des ECDL-Testzentrums abnahmen, freuen sich über die herausragenden Leistungen der beiden frischgebackenen Zertifikatsbesitzer.

Herr OSTD Thomas Reitmeier überreicht Vanessa Stahl und Nico Kellner ihre ECDL-Zertifikate

Werte in Worten

Den Schulhof der Weidener Gustl-Lang-Schule ziert seit Neuestem ein neues Kunstwerk – ein sogenanntes Wordle, das die Werte, auf welche die Schulgemeinschaft gebaut ist, in großen Lettern illustriert.

Unter dem Motto „Menschenrechte sind auch Deine Rechte“ war es das Ziel der Gustl-Lang-Schule Weiden und dem Jugendzentrum, mit den Schülerinnen und Schülern der Wirtschaftsschule ins Gespräch kommen und mit ihnen gemeinsam zu überlegen, was sind Menschenrechte und in welcher Form können wir diese auf unseren Schulalltag herunterbrechen und sie in Werte umformulieren, die uns im Alltag und in der Begegnung miteinander wichtig sind. Entstanden sind dabei ein Wordle auf dem Schulhof der Gustl-Lang-Schule sowie drei Bilder, die die Flure der Schule schmücken. Gefördert wurde das Projekt durch den Fördertopf Demokratie leben.

Die in dem Wordle verwendeten Begriffe stammen dabei aus einer schulinternen Online-Umfrage, welche die wichtigsten Grundsätze des Zusammenlebens an der Schule zusammentragen sollte. Je häufiger ein Begriff dabei genannt wurde, desto größer erscheint er nun in der bunten Wortwolke. Neben Aspekten wie dem Zusammenhalt hat es so auch der frisch gewählte Instagram-Schul-Hashtag #GuLaSch in das neue Leitbild geschafft. Alle Schülerinnen und Schüler der Schule beteiligten sich an der Umfrage.

Die künstlerische Umsetzung des Wordles übernahm die Klasse 7aG unter der Regie ihrer Deutschlehrerin Frau Dotterweich und mit professioneller Unterstützung durch Valera Westfal vom Jugendzentrum Weiden im Rahmen eines Schule-ohne Rassismus-Schule-mit-Courage-Projekts. Aber auch ohne die Zusammenarbeit der gesamten Schulgemeinschaft wäre dieses Projekt – das wiederum allen, die Teil dieser Gemeinschaft sind, täglich zeigen soll, worauf es im gemeinsamen Schulalltag ankommt – gar nicht möglich gewesen.

Die Projektgruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage und Medien“ gestaltete parallel zur ersten Aktion zum Thema Respekt und Zusammenhalt, zwei Werte die den Schülerinnen und Schülern sehr wichtig sind, kunterbunte Bilder. Mit Wasserspritzpistolen und Pinseln wurden Farben als Hintergrund kreuz und quer an die Leinwände geschleudert, getupft, gespritzt und gemalt. Die Jugendlichen waren mit großem Spaß dabei. Im Anschluss gestalteten sie den Schriftzug und das entsprechende Symbol. Ein drittes Bild entstand zum Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Mit den Jugendlichen über das Medium Kunst zu einem solchen Thema ins Gespräch zu kommen, eröffnet ganz andere Möglichkeiten zum Dialog als es der normale Schulalltag kann, so Julia Zimmermann, die die Kooperation seitens des Jugendzentrums federführend übernommen hatte.

Pia Dotterweich, Ursula Soderer und Julia Zimmermann

Schüler schwitzen an der Wirtschaftsschule Weiden

Für rund 5.400 Schülerinnen und Schüler an den bayerischen Wirtschaftsschulen begannen am Montag die schriftlichen Abschlussprüfungen. Jetzt heißt es schwitzen für die Schüler, nicht nur wegen der Temperaturen.

Die bisherig heißeste Woche in diesem Jahr startet an der Gustl-Lang-Schule mit dem Abschlussprüfungsfach Deutsch. Hier hatten die Prüflinge z. B. eine Erörterung über den Sinn und Zweck von Drohnen oder eine Textanalyse zu einem Romanauszug zu erstellen.

Am Dienstag folgt dann das Fach Betriebswirtschaftliche Steuerung und Kontrolle. Hier müssen sich die Schüler bei der Lösung von verschiedenen Problemstellungen aus dem wirtschaftlichen Bereich sowie aus dem alltäglichen Leben beweisen. Am Mittwoch, laut Wetterbericht, der wahrscheinlich heißeste Tag in dieser Woche, „brüten“ die Wirtschaftsschüler über den Aufgaben aus dem Fachbereich Englisch. Und am Donnerstag werden die Prüflinge hoffentlich nur wegen der Temperaturen und nicht aufgrund der Aufgabenstellung im Fach Mathematik ins Schwitzen geraten. Die Prüfungen im Fach Übungsunternehmen sowie die mündlichen Prüfungen im Fach Englisch fanden bereits vor den Pfingstferien statt.

Der erfolgreiche Abschluss der Wirtschaftsschule eröffnet den Absolventinnen und Absolventen viele schulische und berufliche Chancen. Sie können sowohl in eine duale Ausbildung eintreten und dabei die Ausbildungsdauer in einem kaufmännischen Beruf um bis zu ein Jahr verkürzen als auch eine weiterführende Schule bis zum Abitur besuchen.

8aG Bekämpft Ogars und sammelt Edelsteine

Im Rahmen des Projektunterrichts hat die Klasse 8aG bei Herrn Gretsch das Neuland der Computerprogrammierung erforscht. Mit Unterstützung der Webseite CodeCombat.com halfen die programmierten Heldinnen und Helden beim Bekämpfen von Ogars, Öffnen von Türen und Truhen sowie Einsammeln von Edelsteinen. Auf 18 verschiedenen und abenteuerlichen Leveln steuerten die Schülerinnen und Schüler Montag nachmittags ihren Helden mit Hilfe der Programmiersprache Python zum Ziel. Damit so viele Schülerinnen und Schüler wie möglich ihre Aufgaben meistern konnten, halfen sie sich gegenseitig.

Zertifikate
Die erfolgreichen Heldinnen und Helden

Am Ende des Projektes „CodeCombat“ nahmen die Teilnehmer ihre Abschlusszertifikate entgegen.

Abschlusszertifikat von Angelina

Zeitzeugengespräch der 2. Generation: Tochter eines KZ-Überlebenden erzählt über ihren Vater!

Am 11.04.2019 hatten Abschlussschülerinnen und Schüler die Gelegenheit mit Frau Ingrid Portenschlager über ihren Vater, Ernst Reiter, der wegen seines Glaubens als Zeuge Jehovas ab 1940 im KZ Flossenbürg inhaftiert war, zu sprechen. Nach der Begrüßung durch den Schulleiter Herrn Reitmeier gab Frau Esther Dürnberger, die die Zeitzeugengespräche des Vereins „Lila Winkel“ begleitet und organisiert, einen geschichtlichen Überblick über die NS-Diktatur und sprach über die verschiedenen Opfergruppen.

Ernst Reiter lehnte als sogenannter Bibelforscher (so wurden damals die Zeugen Jehovas genannt) den Dienst im österreichischen Heer ab. Nach mehreren Gefängnisstrafen wurde er 1940 in das KZ Flossenbürg eingewiesen. Schwere Arbeit, Hunger, Kälte, Willkür, Krankheit, Strafen und Gewalt musste Ernst Reiter 4,5 Jahre bis zur Befreiung am 23.04.1945 erleiden.

Ingrid Portenschlager gab die Schilderungen ihres mittlerweile verstorbenen Vaters an die Jugendlichen weiter und berichtete, was es für sie bedeutete, Tochter eines traumatisierten ehemaligen KZ-Häftling zu sein. Sie und ihre Schwestern wurden in der Schule als „Kinder eines KZlers“ stigmatisiert. Frau Portenschlager ist es ein großes Anliegen die Geschichte ihres Vaters zu berichten und so den Jugendlichen vor Augen zu führen, welche Folgen gesellschaftliche Ausgrenzung und Diskriminierung von Minderheiten haben können.

Die Jugendlichen verfolgten sehr interessiert die Erzählungen von Frau Portenschlager und stellten ihr viele Fragen. Eine äußerst wertvolle Geschichtsstunde!

Die Veranstaltung fand im Rahmen von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ statt.

Ursula Soderer

Förderverein der Gustl-Lang-Schule Weiden besichtigt die Höhbauer GmbH

22 Mitglieder des Fördervereins besichtigten am 7. Mai d. J. die Höhbauer GmbH in Luhe-Wildenau.

Der Kontakt entstand über den ehemaligen Schulleiter der Wirtschaftsschule Herrn Max Münchmeier und Frau Gerda Höhbauer, eine ehemalige Wirtschaftsschülerin und Mutter des Geschäftsleiters. Diese freute sich sichtlich, einige ihrer früheren Lehrkräfte wieder zu sehen.

Die Vorsitzende des Fördervereins, Frau Karin Schwarz, bedankte sich herzlich bei Familie Höhbauer, die den Besuchern mit Getränken, Kaffee und Gebäck einen sehr wertschätzenden Empfang bereitete.

Hans-Günther Höhbauer stellte die bemerkenswerte Firmengeschichte des Unternehmens vor. 1950 gründete Michael Höhbauer das Unternehmen, das sich damals auf Dachstühle spezialisierte. Mittlerweile zählt das Unternehmen mit 330 Mitarbeitern zu den führenden Produzenten von Türen, Fenstern, Wintergärten, Rolladenkästen und dezentralen Lüftungsgeräten. Mehrere Innovationen wurden bereits mit verschiedenen Preisen, z. B. Bundespreis, Bayerischer Qualitätspreis, prämiert.

Christoph Höhbauer hob die Bedeutung der guten Wirtschaftsschulausbildung der Mutter für das Unternehmen hervor, was die Teilnehmer sichtlich freute. Er erläuterte den Teilnehmern die Besonderheiten in dieser Branche, bei der das Endkundengeschäft im Vertrieb eine bedeutende Rolle spielt und stellte technische Neuerungen im Fensterbau wie z. B. Lüftung vor. Anschließend wurden die Besucher von der Familie Höhbauer durch die verschiedenen Produktionshallen geführt.

Das wichtigste Produkt des Betriebes sind die hochwertigen Kunststofffenster. 50 Mitarbeiter stellen pro Tag 300 Fenstereinheiten her, während im Holz-Alu-Bereich 55 Mitarbeiter für 300 Einheiten eine Woche benötigen, da dieser Bereich durch den großen Anteil an Handarbeit sehr personalintensiv ist. Herr Höhbauer führte den Lehrkräften eine individuell angefertigte Maschine (Anschaffungskosten 2 Mio Euro) vor, die vollautomatisch profilierte Holzfenster herstellt.

Die Firmenleitung hatte zum Ausklang noch einen Umtrunk für die  beeindruckten Vereinsmitglieder in einer nahegelegenen Clubhaus des Golfplatzes Schwanhof organisiert.

Vielen Dank für die informative Betriebsbesichtigung und die tolle Bewirtung.

Ursula Soderer