Abschlussklassen erleben Deutsch-Deutsche Geschichte in Mödlareuth

Um sich über die Teilung Deutschlands an einem historischen Ort zu informieren, besuchten alle 10. Klassen unserer Schule die Gedenkstätte Mödlareuth, das geteilte Dorf.

Ein Film informierte die Jugendlichen über die Geschichte von Mödlareuth und das Alltagsleben der Einwohner.

Anschließend erklärten die Rundgangsleiter im Gelände die ehemaligen Grenzanlagen, Wachtürme, Grenzbefestigungen und Teile der Mauer. Sie schilderte eindrücklich wie die Grenze immer weiter befestigt und verstärkt wurde. Sie erzählte von Fluchtversuchen von Ost nach West und schilderte den Alltag und die Aufgaben der Grenzsoldaten.

Die Schülerinnen und Schüler hatten noch ausreichend Zeit die Fahrzeughalle mit Panzern, Geländefahrzeugen und PKWs zu besichtigen.

Anderssein ist ganz normal – Workshop gegen Homophobie

Tanja Koller geht mit ihrem Projekt „Plato“ seit einigen Jahren in Schulen und möchte über die Ausgrenzung, die Homosexuelle immer wieder erfahren müssen, aufklären. Ihr Ziel ist es bei den Jugendlichen mehr Toleranz und Respekt gegenüber homosexuellen Menschen zu erreichen. Sie sensibilisierte unsere Schülerinnen und Schüler der Projektgruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage mit Mediengestaltung“ mit einer Übung, wie schwierig es oft noch ist, gleichgeschlechtliche Beziehungen in unserer Gesellschaft zu führen. Im Dialog mit den Jugendlichen sprach sie über inneres und äußeres Coming Out der Betroffenen und die Ängste, die damit einhergehen, über die rechtliche Situation und die Diskriminierung, die homosexuelle Menschen immer wieder erleben müssen.

Die Jugendlichen hörten interessiert den Schilderungen Tanjas Koller und ihres Teampartners Christian Schmittners zu, stellten viele Fragen und beteiligten sich angeregt an der anschließenden Diskussion.

Projektgruppe SOR-SMC und Mediengestaltung

PROJEKTTAG DER 9. KLASSEN UND DER GANZTAGESKLASSE BF10AG IN DER KZ-GEDENKSTÄTTE FLOSSENBÜRG

Seit vielen Jahren besuchen die Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg im Rahmen des Geschichte/Sozialkundeunterrichts. In diesem Jahr nahm zusätzlich die Ganztagesklasse BF10AG an der Exkursion teil. Am Vormittag führten die Rundgangsleiter die Jugendlichen durch das Gelände und erklärten ihnen das System der Konzentrationslager. Sie schilderten, unter welchen schwierigen und unmenschlichen Bedingungen die Inhaftierten leiden mussten, welchen Terror und Schrecken sie jeden Tag ausgesetzt waren.

Die Klassen 9b und 9c sahen sich im Anschluss an den Rundgang den Gedenkstättenfilm an, in dem die Zeitzeugen zu verschiedenen Themen wie Essen, Unterbringung, Arbeit im Steinbruch, Strafen und Tod erzählten.

Die beiden Ganztagesklassen arbeiteten in ganztägigen Workshops zu verschiedenen Themen. Während sich die Klasse BF10aG beim Modul „Geschichte zum Anfassen“ mit Hilfe von Exponaten weitgehend selbständig Informationen erarbeitete und diese ihren Klassenkameraden präsentierte, absolvierte die Klasse 9aG das Programm „Menschen – keine Nummern“.

Die Nationalsozialisten nahmen den Häftlingen ihre Namen, Kleidung, ihre Persönlichkeit und machten sich zu Nummern. Um diesen Entmenschlichungsprozess darzustellen, stempeln die Jugendlichen Zahlen z. B. 100.000. Die schlichten Zeichen (Striche, Symbole, Ziffern), die für jeweils einen Menschen mit Gesicht und Geschichte stehen, vollziehen die Reduzierung des Individuums auf eine bloße Nummer, wie es in den Konzentrationslagern des Naziregimes geschah.

Im zweiten Teil fertigten die Schüler zu verschiedenen Biographien Lebens-Bilder an, die den Häftlingen nach der anonymen „Stempelaktion“ ihre Persönlichkeit und Einzigartigkeit zurückgeben sollen.

Bei der Nachbesprechung der Exkursion in der Schule zeigten sich die Jugendlichen sehr nachdenklich und interessiert. Für sie stellt sich die Frage, zu welchen Handlungen Menschen fähig sind.

Fachbereich GSK

Josef Salomonovic im Zeitzeugengespräch

Die Schüler der 9. Jahrgangsstufe hatten die Gelegenheit an einem Zeitzeugengespräch mit Herrn Josef Salomonvic teilzunehmen. Er war der jüngste Gefangene des Lagers Flossenbürg. Der heute 79-jährige schilderte seine sehr persönlichen Erinnerungen und die Erinnerungen seiner Mutter an diese Zeit. Durch seine Erzählungen, wie er die Lagerzeit als Kind erlebt hatte, welche leidvollen Erfahrungen er machen musste und welche Strategien er als Kind entwickelt hat, mit der Situation umzugehen, schaffte er es, die Jugendlichen in seinen Bann zu ziehen.

Herr Salomonovic zeigte den Schülern zwei kleine Gegenstände, einen Löffel und ein kleines Flugzeug. Im ersten Moment ein ganz normaler Löffel. Aber dieser Gegenstand sicherte seine Ernährung und somit sein Überleben. Aufgrund der Mangelernährung war er nicht gewachsen und hatte keine Zähne. Mit dem Löffel konnte seine Mutter für ihn Kartoffeln oder Karotten schaben. Das kleine Flugzeug hatte er auf der Flucht von einem Amerikaner geschenkt bekommen. Er vermittelt den Schülern dadurch, welchen Einfluss diese Zeit auch heute noch auf sein Leben hat.

Im Anschluss an die einstündige Erzählung beantwortete Herr Salomonovic zahlreiche Fragen der interessierten Schüler. Er erzählt, dass er fast 10 Jahre gebraucht hat, um wieder in ein normales Leben zurückzufinden. Ermutigt durch seine Frau Lissy konnte er erst 1979/1980 zum ersten Mal öffentlich über seine Erlebnisse berichten.

Durch die Schilderungen des Zeitzeugen erhielten die Schüler ein emotionales Geschichtsverständnis außerhalb von Zahlen und Fakten. Es beeindruckte, dass aus dem kleinen Jungen trotz des Leids, das im widerfahren ist, ein sehr humorvoller und positiv denkender Mensch geworden ist. Dieses fesselnde Zeitzeugengespräch wird den Anwesenden sicherlich in Erinnerung bleiben.

Organisiert wurde diese Veranstaltung im Rahmen des Gedenktages zur Befreiung des KZ Flossenbürg in Zusammenarbeit mit den Lehrkräften Ursula Soderer und Sonja Messer.

Vortrag zu Entwicklungshilfe in Tansania

„Alle Träume können wahr werden, wenn wir den Mut haben, ihnen zu folgen.“

(Walt Disney)

Am Montag, den 07. Mai 2018, wurden unsere Vorentlassklassen (9. und BF 10. Klassen) von Constanze Bär besucht. Frau Bär ist Deutsch- und Religionslehrerin, besucht zur Zeit in Ruhpolding den Pastoralkurs, um in der Diözese München und Freising als Pastoralreferentin zu arbeiten und engagiert sich darüber hinaus als Entwicklungshelferin in Tansania.

Die Diözese München und Freising hat im Jahr 2011 den Missionsarzt Dr. Thomas Brei nach Tansania entsandt, um dort nicht nur als Seelsorger, sondern auch als Entwicklungshelfer und Arzt zu wirken.

Constanze Bär unterstützt Herrn Dr. Brei ehrenamtlich und verbrachte bereits 6 Monate in Tansania, um dort beim Aufbau eines karitativen Krankenhauses und generell beim Ausbau der medizinischen Versorgung zu helfen.

Frau Bär erzählte den Schülern aus erster Hand Geschichten aus Afrika, sowohl von der traumhaften Schönheit des Landes als auch von der albtraumhaften Infrastruktur.

Mit zahlreichen Bildern umrahmt, gestaltete Frau Bär den Vortrag besonders lebhaft und kurzweilig, sodass die Schülerinnen und Schüler dem gut 60-minütigen Vortrag aufmerksam lauschten und im Anschluss auch interessierte Fragen stellten.

Begeistert hat Frau Bär mit ihrer Leidenschaft für den afrikanischen Kontinent und ihrer selbstlosen Hilfe für Menschen, die weniger mit den Vorteilen einer funktionierenden Infrastruktur gesegnet sind als wir Europäer.

Für die Fachschaften Religion und Sozialkunde

Anna Griener

Tanzkursabschlussball der 9. und BF 10. Klassen

Rumba, ChaChaCha, Foxtrott, langsamer Walzer, Tango, Wiener Walzer, DiscoFox – diese sind nur ein Teil der Standardtänze, die 40 unserer Schüler aus unseren Vorentlassklassen über Wochen hinweg bei der Tanzschule Vezard einstudiert haben, um ihr Können schließlich am Freitag, den 04. Mai 2018, in der Stadthalle Neustadt an der Waldnaab unter Beweis zu stellen.

Der feierliche Abend wurde mit einer klassischen Polonaise aller Tanzschüler eröffnet. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Band Sunny Sound, die traditionell seit Jahren unsere Abschlussbälle begleitet.

Schüler, Lehrer und Eltern füllten bei verschiedenen Tanzrunden die Tanzfläche und feierten beispielsweise beim Cupid Shuffle oder dem Sirtaki ausgelassen bis nach Mitternacht.

Ein herzliches Dankeschön ergeht an alle teilnehmenden Schüler, die Tanzschule Vezard und unseren Fotographen Herrn Zintl.

Anna Griener

Betriebsbesichtigung der Tuchfabrik Gebrüder Mehler GmbH

Am Donnerstag, 26. April 2018 besichtigte der Förderverein der Wirtschaftsschule mit 24 Teilnehmern die Tuchfabrik Gebrüder Mehler in Tirschenreuth.

Für den Firmeninhaber – Herrn Paulus Mehler (auch Mitglied im Verein) – war es eine Ehre, u. a. seine ehemaligen Lehrkräfte durch den Betrieb zu führen, wobei er auch auf Fragen bereitwillig einging.

Am Anfang stand die Darstellung der geschichtlichen Entwicklung der Tuchfabrik, die bis 1644 zurückreicht und seitdem mit dem Namen „Mehler“ verbunden ist. Ein zweiter Betrieb existiert als Spinnerei in Forst an der Lausitz. Von der Schafwolle bis zum fertigen Textilprodukt – als Spezialität „Lodenware“ in allen erdenklichen Ausführungen – wird in Tirschenreuth nach den Wünschen eines breit gefächerten Kundenstamms gefertigt. Als oberstes Geschäftsprinzip gelten Schnelligkeit und Zufriedenheit. Dafür sorgen 85 Mitarbeiter im hiesigen Unternehmen und 45 Angestellte in der Zweigfirma.

An diese Einführung schloss sich die Führung durch den Betrieb in der Reihenfolge der einzelnen Produktionsvorgänge an. Im vollautomatisierten Logistikturm, wo alle Stoffballen vorrätig gehalten werden, beträgt der Sauerstoffgehalt nur 14 %, was eine Brandgefahr ausschließt. Ein längerer Aufenthalt ist deshalb darin nicht möglich.

Im Labor werden Farbstoffe nach den Mustervorgaben (z. B. historischer Uniformen von Vereinen) gemischt. Der Stoff wird heiß gewaschen, gewalkt und bei Bedarf beschichtet. Eine genaue Qualitätsprüfung schließt sich an. Vom Material für den Rucksack über Schuheinlegesohlen bis hin zur Wolldecke wird alles gefertigt! Die Firmeninhaber legen auf eine Bandbreite und Unabhängigkeit von großen Auftraggebern Wert.

Die 2-stündige Führung war sehr informativ und hochinteressant.

Karin Schwarz

Karin Schwarz feiert Jubiläum: Sie ist seit 25 Jahren Vorsitzende des Fördervereins

Am 24.04.2018 trafen sich 14 Mitglieder des Fördervereins und der Schulleitung zur Jahreshauptversammlung des Vereins der Ehemaligen und Freunde der Handels- und Wirtschaftsschule Weiden e. V. im Besprechungsraum der Wirtschaftsschule. Frau Schwarz berichtete als Vorsitzende über das vergangene Jahr und gab einen Überblick über geleistete Förderungen und Aktivitäten des Vereins.

Frau Rößler legte den Kassenbericht vor, der einstimmig bestätigt wurde.

Herr Reitmeier gratulierte Frau Karin Schwarz zu ihrem 25. Jubiläum als Vorsitzende des Fördervereins und überreichte ihr Blumen und Präsente. Er bedankte sich für die sehr gute Zusammenarbeit und Unterstützung.

Im Anschluss berichtete er über die Situation an der Schule. Derzeit werden 370 Schülerinnen und Schüler in 19 Klassen unterrichtet. Er stellte das bayernweit führende Konzept der Ganztagesklassen heraus. Allein am Standort Weiden werden sechs gebundene Ganztagesklassen unterrichtet. Aktuelle Betätigungsfelder für die Schule sind die Neuausrichtung der Wirtschaftsschule, Digitalisierung, Berufsintegrationsklassen und die erweiterte Schulleitung. Eine neues Übungsunternehmen wurde eingerichtet und Investitionen im Bereich der IT durchgeführt. Zahlreiche Veranstaltungen und Projekte werden an der Wirtschaftsschule durchgeführt.

Im Anschluss wurden Anträge auf Förderung gestellt. Die stimmberechtigten Anwesenden genehmigten alle Positionen. Die Anträge umfassten digitale Anschaffungen im Ganztagesbereich, einen Zuschuss zum Erste-Hilfe-Kurs,  Förderungen der Abschluss- bzw. Klassenfahrten, der Erlebnis- und Besinnungstage, Theaterveranstaltungen, Workshops gegen Vorurteile und eine Bezuschussung des Schulkalenders.

Besuch der 7. Klassen bei der Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG

Am 10. April 2018 besuchten die drei 7. Klassen der Gustl-Lang-Schule Weiden die Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG. Der Bankbesuch der 7. Klassen im Fach BSK fand im Rahmen des Kompetenzbereichs „Mit Geld verantwortlich umgehen“ statt. Innerhalb dieses Themengebietes lernen die Schülerinnen und Schüler das Jugendgirokonto kennen.

Im Nachgang der im Unterricht behandelten Themen zum „Jugend-Girokonto“ stand ein Besuch bei der Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG auf dem Stundenplan. Empfangen wurden die Schülerinnen und Schüler im Sitzungsraum des Verwaltungsgebäudes in der Innenstadt. Der Vormittag begann mit einführenden Worten zur Bankenlandschaft in Deutschland im Allgemeinen und zur Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz im speziellen. Anschließend wurden die Schülerinnen und Schüler in die wirtschaftlichen Zusammenhänge des Geldes und des Wirtschaftskreislaufes eingeführt.

Nach diesem Teil wurde die Gruppe in zwei Teile geteilt. Die erste Hälfte konnte nun zum Highlight des Tages und den Tresorraum der Bank besichtigten. Die Schülerinnen und Schüler verfolgt mit großem Interesse den Worten der Bankangestellten. Die Zahl der Fragen zum Tresor von Seiten der Schüler schien ins Unendliche zu gehen. Die zweite Gruppe bekam in dieser Zeit Informationen zum bargeldlosen Zahlungsverkehr und durfte einen Überweisungsträger ausfüllen. Anschließend wurden die Gruppen getauscht.

Abgerundet wurde der Vormittag mit einer Stärkung in Form einer Brotzeit, bevor es wieder zurück zur Schule ging.

Wir danken an dieser Stelle der Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG für die freundliche und kurzweilige Veranstaltung sowie den BSK-Lehrern der 7. Klassen für die Organisation.

 

Dominik Nietmann

Staatliche Wirtschaftsschule Weiden i.d.Opf.