Schöne und erholsame Ferien

Die gesamte Schulfamilie der Gustl-Lang-Schule Weiden, Staatliche Wirtschaftsschule Weiden wünscht allen Schülerinnen und Schülern, Eltern und allen Kolleginnen und Kollegen schöne und erholsame Ferien!

Abschied aus dem Kreis der Schulgemeinschaft

Neben den Referendarinnen im 1. Jahr (Magdalena Künzel, Madeline Krauß, Veronika Bücherl, Kristina Eichenseer) verlassen zum Ende des Schuljahres 2019/2020 auch die beiden Kolleginnen Monika Giegerich und Theresia Mossburger sowie der Kollege Christoph Selmer die Gustl-Lang-Wirtschaftsschule. Bei schönstem Wetter und um die entsprechenden Abstandsregeln einzuhalten, wurde die Verabschiedung auf den Pausenhof verlegt. Der Schulleiter, Herr Thomas Reitmeier, würdigte den Einsatz der Kolleginnen und Kollegen und dankte diesen für ihre Arbeit an der Wirtschaftsschule. Schulleiter und Personalrat überreichten im Namen der Schulgemeinschaft Geschenke. Auch das ein oder andere Tränchen floss zum Abschied.

Theresia Mossburger hat das Referendariat erfolgreich abgeschlossen und tritt nun ihren Dienst an der Staatlichen Fachoberschule und Berufsoberschule in Ingolstadt an. Nach 5 Jahren in der Oberpfalz kehrt Monika Giegerich wieder zurück in ihre Heimat Unterfranken. Sie wird dort am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum in Aschaffenburg unterrichten. Herr Christoph Selmer verlässt das BSZ Weiden II noch nicht ganz. Zwar ist er ab September an der Staatliche Berufsschule in Cham tätig, wird aber von dort für zwei Tage in der Woche an das BSZ Weiden II abgeordnet. Herr Selmer, der in der Nähe von Cham wohnt, war ebenfalls 5 Jahre am BSZ Weiden II tätig.

Die Schulgemeinschaft der Gustl-Lang-Schule bedankt sich für die gute Zusammenarbeit und wünscht den Kolleginnen und Kollegen alles Gute sowie viel Erfolg im Beruf.

Resümee: „6. Jahrgangsstufe am BSZ Weiden II“

Im letzten Jahr hat das BSZ Weiden II (bestehend aus den Wirtschaftsschulen Weiden und Eschenbach) die Möglichkeit erhalten an dem seit 2013/2014 stattfindendem Modellversuch „Wirtschaftsschule ab Jahrgangsstufe 6“ teilzunehmen.

Zum Schuljahr 2020/2021 geht die 6. Jahrgangsstufe in die Regelform über und somit können nun alle bayerischen Wirtschaftsschulen eine 6. Jahrgangsstufe einführen.

Die Wirtschaftsschulen in Weiden und Eschenbach konnte bereits im zurückliegenden Schuljahr in und mit der neuen 6. Jahrgangsstufe Erfahrungen sammeln.

So hat sich im Modellversuch herausgestellt, dass die intensive Förderung in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik eine optimale Vorbereitung auf die folgenden Klassen der Wirtschaftsschule ist. Durch die hohe Wochenstundenzahl in den Hauptfächern ist es gewährleistet, auch leistungsschwächere Schüler den Lernstoff nachvollziehbar darzubieten. Z. B. besteht mit 7 Stunden Mathematik pro Woche die Möglichkeit Grundwissen zu üben, aber auch gezielter auf Schüler, die mit dem Unterrichtsstoff Schwierigkeiten haben, einzugehen. So können die Schüler bestens auf einen einheitlichen Wissenstand und auf das spätere Niveau der Wirtschaftsschule herangeführt werden. Schulaufgaben, die den Unterrichtsstoff von Wochen abprüfen, gibt es in der 6. Jahrgangsstufe am BSZ Weiden II nicht. Vielmehr versucht man durch regelmäßige Checks den Druck von den Schülern zu nehmen und diese an ein konstantes und auch eigenständiges Lernen zu gewöhnen. Durch diese kleinen abgeprüften Lerneinheiten, erkennen Lehrkräfte leichter, ob die Unterrichtseinheit verstanden worden ist und können notfalls gezielter nachsteuern. Die Termine und die dabei wöchentlich rotierenden Prüfungsfächer, werden bereits zu Schuljahresbeginn bekannt gegeben. Insgesamt ist der oftmals von Schülern und Lehrern zurückgemeldete Zeit- und Stoffdruck bei diesem Schulmodell weitaus geringer. Davon profitieren alle und die erzielten guten Lernerfolge motivieren die Schüler zusätzlich.

Bei den Schulen der ersten Stunde des Modelversuchs „Wirtschaftsschule ab Jahrgangsstufe 6“ hat sich außerdem gezeigt, dass die Schülerinnen und Schüler des Schulversuchs im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant bessere Abschlussprüfungsergebnisse erzielt haben.

Eine Umfrage bei den Schülern der ersten 6. Jahrgangsstufe an der Weidener Wirtschaftsschule hat ergeben, dass die Schüler es toll finden, dass sie zwei Klassenleiter haben. Die Weidener Schule setzt bewusst – auch in den Ganztagsklassen – auf ein „Klassenleiter-Pärchen“. Damit haben die Schüler nicht nur immer einen Ansprechpartner vor Ort, sondern können sich aussuchen, ob sie ihre Anliegen lieber mit der Klassenleiterin oder mit dem Klassenleiter besprechen wollen. Die Schüler dieser Jahrgangsstufe äußern sich auch positiv zum gebundenen Ganztagsunterricht. So bewerteten sie die zusätzliche Unterstützung genauso wie den Aktivraum mit der Playstation sehr positiv.

Neben dem Präsenzunterricht wird der Distanzunterricht (DU) an allen beruflichen Schulen zum festen Bestandteil. Laut dem Schulleiter des BSZ Weiden II, Herrn Thomas Reitmeier, werden deshalb im kommenden Schuljahr im Rahmen des Unterrichts im Fach Informationsverarbeitung die Schüler und Schülerinnen bereits mit Beginn der 6. Jahrgangsstufe systematisch auf einen eventuellen Distanzunterricht vorbereitet. An den Wirtschaftsschulen in Weiden und Eschenbach sollen alle Schüler für eventuelle zukünftige Beschränkungen vorbereitet sein, so der Schulleiter. Zudem erweitert der Distanzunterricht als innovative Unterrichtsform das Bildungsangebot der beruflichen Schulen.

Bis zum Freitag, den 7. August 2020 besteht die Möglichkeit sich an der Wirtschaftsschule für die 6. Jahrgangsstufe anzumelden. Neu bei der 6. Jahrgangsstufe ist, dass Schüler, die nicht die Voraussetzungen für einen unmittelbaren Übertritt an die Wirtschaftsschule besitzen, durch einen im September stattfindenden Probeunterricht an die Wirtschaftsschule wechseln können. Außerdem wird bei entsprechendem Bedarf eine gebundene Ganztagsbetreuung der 6. Jahrgangsstufe angeboten.

Projektgruppe Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage und Medien für besonderes Engagement ausgezeichnet

Im Rahmen des Projektunterrichts Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage und Medien erarbeiteten 10 Schülerinnen und Schüler eine Light Painting Ausstellung mit dem Titel: „74 Jahre KZ-Gedenkstätte Flossenbürg – Was war? Was bleibt? Was hat das mit mir zu tun? – Unsere Gedanken dargestellt mit Light Painting“

Herr Reitmeier freute sich zusammen mit den Lehrkräften Heike Krafczyk und Ursula Soderer, den Schülerinnen und Schüler für ihr besonderes Engagement eine Belobigung der Schule zu übergeben.

Die preisgekrönte Ausstellung wurde im Februar 2019 an unserer Schule und im Oktober 2019 als erste Schülerausstellung in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg der Öffentlichkeit gezeigt.

Bei dem Projekt gelang es, die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus und dem Lagersystem am Beispiel der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg mit der Förderung von Medienkompetenzen zu verknüpfen.

Die Erarbeitung der Ausstellung erforderte von den Jugendlichen ein hohes Maß an Kreativität, historischem Interesse, Reflexionsfähigkeit und die Bereitschaft zur Weiterentwicklung der vorhandenen Medienkompetenzen.

Gleich und doch irgendwie anders! Beginn der schriftlichen Abschlussprüfungen an der Weidener Wirtschaftsschule

Für 86 Schülerinnen und Schüler der Gustl-Lang-Wirtschaftsschule starteten am Mittwoch die schriftlichen Abschlussprüfungen. 1 ½ Wochen später als noch vor einem halben Jahr gedacht. Die Prüfungsgespräche zur angefertigten Hausarbeit im Fach Übungsunternehmen sowie die mündlichen Englischprüfungen fanden nun nicht vor sondern erst nach den Pfingstferien statt. Ihr Können in der praktischen Prüfung im Fach Übungsunternehmen, in der die Abschlussschüler/innen selbstständig verschiedene Geschäftssituationen bearbeiten, wie z. B. angemessen auf eine Mahnung zu reagieren, konnten die Schüler letzte Woche unter Beweis stellen.

In dieser Woche starteten die schriftlichen Abschlussprüfungen. Herr Thomas Reitmeier, Schulleiter der Wirtschaftsschule ließ es sich nicht nehmen und begrüßte vor Beginn der Abschlussprüfungen diesen besonderen „Corona-Jahrgang“ und wünschte allen Schülerinnen und Schülern viel Erfolg bei den bevorstehenden Prüfungen.

Gestartet wurde die schriftlichen Prüfungen mit dem Fach Deutsch. Hier hatten die Prüflinge, z. B. eine Erörterung über die möglichen Ursachen des Rückgangs der Besucherzahlen von öffentlichen Bibliotheken sowie Maßnahmen zur Steigerung ihrer Attraktivität zu verfassen. Es bestand auch die Möglichkeit eine Textanalyse zum Thema „Bringen Streaminganbieter wirklich das Kino um?“ oder zu einem Romanauszug zu erstellen. Die Themen für die Abschlussprüfung wurden vor Corona festgelegt. Sicherlich wird bei der Betrachtung und Bearbeitung – wenn auch von den Erstellern der Abschlussprüfungen nicht beabsichtigt – das Virus eine Rolle spielen. Nur den Lehrern fällt auf, dass die bei Prüfungen sowieso großen Abstände zwischen den Schülern in diesem Jahr noch großzügiger gestaltet wurden. Auf allen Plätzen liegen Masken mit dem Schullogo bereit, ein Geschenk von Förderverein und Elternbeirat.  Die Sitzplatznummern in diesem Jahr wurden nicht ausgelost sondern bereits im Vorfeld zugeteilt. Alles ist gleich wie die Jahre zuvor und doch irgendwie anders.

So wurde der Fokus im Präsenzunterricht der Abschlussschüler in den letzten Wochen nur noch auf die Abschlussprüfungsfächer gelegt. Auch die freiwilligen Prüfungsvorbereitungskurse in den Pfingstferien fanden bei den Schülern großen Zuspruch. Alles wurde unternommen, damit die Prüflinge trotz der Corona-Umstände gut vorbereitet in ihre Prüfungen zum mittleren Schulabschluss starten können.

Nach der Prüfung im Fach Deutsch folgen in dieser Woche noch die Fächer Betriebswirtschaftliche Steuerung und Kontrolle sowie Englisch. Danach ist erst einmal das Wochenende und die Prüflinge können entspannen oder sich noch etwas auf die letzte schriftliche Prüfung am Montag im Fach Mathematik vorbereiten. Und auch das ist anders, denn „früher“ fanden alle Prüfungen in einer Woche statt, ohne freie Tage dazwischen.

Der erfolgreiche Abschluss der Wirtschaftsschule eröffnet den Absolventinnen und Absolventen viele schulische und berufliche Chancen. Sie können sowohl in eine duale Ausbildung eintreten und dabei die Ausbildungsdauer in einem kaufmännischen Beruf um bis zu ein Jahr verkürzen als auch eine weiterführende Schule bis zum Abitur besuchen. Und daran hat auch Corona nichts geändert.