Auftakt zu den schriftlichen Abschlussprüfungen an der Weidener Wirtschaftsschule

Nachdem in den letzten Wochen die mündlichen Prüfungen im Fach Englisch und im Fach Übungsunternehmen die praktischen Prüfungen stattfanden, starteten am Freitag, den 14.06.2024 die schriftlichen Abschlussprüfungen mit dem Fach Deutsch. Die 44 Schülerinnen und Schüler unserer Schule hatten die Auswahl sich entweder mit einen Kommentar zum Thema Verarbeitung von Insekten in Lebensmitteln und den Vor- und Nachteilen des globalen Lebensmittelmarktes zu befassen oder sie verfassten eine Erörterung zur aktuellen Forderung ein sozialen Pflichtjahres für junge Menschen einzuführen. War bei diesen Themenbereichen noch nichts Passendes dabei, so hatten die Prüflinge noch die Möglichkeit sich mit dem Thema Älterwerden und den damit verbundenen Schwierigkeiten auseinanderzusetzen. Anschließend findet am Dienstag die Abschlussprüfung in Fach Englisch und am Mittwoch im Fach Betriebswirtschaftliche Steuerung und Kontrolle statt. Mit der Prüfung im Fach Mathematik enden dann am Donnerstag die schriftlichen Abschlussprüfungen an der Wirtschaftsschule.

Sonja Messer

Jugendwahl zum Bayerischen Landtag an der Wirtschaftsschule

Im Rahmen der Wahl zum bayerischen Landtag organisierte der Stadtjugendring und das Jugendforum in Weiden am 29.09.2023 an den Weidener Schulen eine Jugendwahl. Auch unsere Schule nahm wieder an den Jugendwahlen teil. Alle Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klassen hatten die Möglichkeit selbst in die Wahlkabine zu gehen und mit ihrer Erst- und Zweitstimme einen Direktkandidaten bzw. eine Partei zu wählen. Um eine möglichst realistische Wahl zu veranstalten orientierte sich der Stimmzettel für die Jugendlichen am Originalstimmzettel des Wahlkreises Weiden. Alle Teilnehmer erhielten vorab Wahlbenachrichtigungskarten. Von der Stadt Weiden wurde eine Wahlurne sowie Wahlkabinen zur Verfügung gestellt. Schließlich wollte man die Landtagswahl für die Jugendlichen so realistisch wie möglich nachbilden. Im Vorfeld wurden zehn Schülerinnen und Schüler der Wirtschaftsschule im Weidener Rathaus zu professionellen Wahlhelfern ausgebildet. Am Wahltag wurden diese von der externen Wahlhelferin Katharina Glaser, eine ehemalige Schülerin der Weidener Wirtschaftsschule und Mitarbeiterin im JUZ, unterstützt. Nach der Schließung des Wahllokals machten sich die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer auch gleich daran, die Stimmen auszuzählen, nachzuzählen und noch einmal zu überprüfen. Dabei gingen sie hochkonzentriert und äußerst professionell vor.

Ziel einer Jugendwahl ist es, dass die Heranwachsenden Demokratie erleben und erlernen können. Die Schüler und Schülerinnen sollen damit die Gelegenheit haben, sich an politischen Prozessen zu beteiligen und „spielerisch“ auf die „echten“ Wahlen vorbereitet werden.

Die Lehrkräfte des Fachbereichs Geschichte, Politik und Gesellschaft bereiteten in den Klassen die Schülerwahlen vor. So erhielten die Jugendlichen einen Überblick über alle an der Landtagswahl teilnehmenden Parteien sowie die zur Wahl stehenden Direktkandidaten. Erst- und Zweitstimme wurden ebenso thematisiert wie der Ablauf der Wahl und die Wahlgrundsätze (allgemein, unmittelbar, frei, gleich, geheim). Bei der Nachbereitung der Jugendwahlen wurden in den Klassen die Ergebnisse der Weidener Jugendwahl mit den Ergebnissen der Landtagswahl in Weiden und in Bayern verglichen und analysiert.

Die Organisatorinnen an der Gust-Lang-Schule Frau Soderer, Frau Eck und Frau Messer freuten sich, dass die Jugendwahl so gut von den Jugendlichen angenommen wurde und die Wahlbeteiligung an der Wirtschaftsschule weit über 90 % betrug.

Sonja Messer

Kreativprojekt im Schulhof: Mosaikbank und Schlüsselloch-Haus

Das Kreativprojekt wurde von der Klasse 9aG in zwei Phasen umgesetzt. Bereits im Sommer letzten Schuljahres bauten sie unter Anleitung der Bildhauerin Annette Hähnlein eine Betonbank, die sie mit Mosaik zum Thema: „Meine Zukunft – mein Leben“ gestalteten. Sie wählten als Schwerpunkt die Natur und Nachhaltigkeit und setzten diese Themen mit floralen Formen um. Schulsozialpädagogin Katharina Eck und die Lehrkräfte Merve Ugurlouglu und Andrea Ruhland-Birner übernahmen die pädagogische Vorarbeit.

Anfang des Schuljahres erstellten die Schülerinnen und Schüler der 9aG im Projektunterricht Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ in Gruppenarbeit verschiedene Entwürfe für die Gestaltung des „Schlüssellochhauses“, das zukünftig Schülerausstellungen zeigen soll. Bei der Abstimmung setzte sich ein Entwurf durch, der von der Kindheit in die Zukunft weist. Wieder spielen Elemente in der Natur eine wichtige Rolle. Der Künstler und ehemalige Kunstlehrer Arlan Birner setzte den Entwurf um und gestaltete zusammen mit den Schülerinnen Selina Clark, Jessica Sturm und Sophia Schmid das farbenfrohe Häuschen. Titel des Kunstwerkes ist Haus der Kindheit – Haus der Zukunft. Emily Ravn (7a) und Niklas Schwab (7a) leisteten zusammen mit Herrn Birner die Vorarbeit und grundierten vorab das Häuschen.

Initiiert wurde das Projekt von Julia Zimmermann vom Stadtjugendring, finanziell gefördert wurde das Projekt von Förderprogramm „Demokratie leben“.   

Vielen Dank an alle, die an dem Projekt beteiligt waren.

Heike Krafczyk und Ursula Soderer (Projektlehrkräfte SOR-SMC)

Generationengespräch an der Gustl-Lang-Wirtschaftsschule Weiden

Ingrid Portenschlager, die Tochter des ehemaligen KZ-Häftlings Ernst Reiter, sprach mit Schülerinnen und Schüler über das Leben ihres Vaters, der im KZ Flossenbürg inhaftiert war.

Als Ernst Reiter 1938 zur Wehrmacht eingezogen werden sollte, weigerte er sich das Soldbuch zu unterschreiben. Als Zeuge Jehova lehnte er aus Glaubensgründen ab, als Soldat im Krieg zu kämpfen. Er wurde zuerst in Graz, dann in Grafenwöhr und ab 1940 im Konzentrationslager Flossenbürg inhaftiert.

Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Schulleiters Herr Schmidt, erklärte Frau Esther Dürnberger, die die Zeitzeugengespräche des Vereins „Lila Winkel“ seit über 20 Jahren organisiert, die historischen Eckdaten der NS-Diktatur. Die Zeugen Jehovas, auch damals Bibelforscher genannt, mussten im KZ einen lila Winkel (Dreieck) an der Häftlingskleidung tragen.

Frau Portenschlager berichtet den Jugendlichen, unter welchen schwierigen Bedingungen Ernst Reiter es schaffte, nicht aufzugeben. Immer wieder erzählte er seiner Familie, wie die Zeugen Jehovas sich gegenseitig im Lager Flossenbürg unterstützen und halfen und wie wichtig dieser Zusammenhalt für sein Überleben war.

Nach über vier Jahren wird Ernst Reiter durch die amerikanischen Soldaten befreit. Die lange Leidenszeit im Lager, die Demütigungen, der Hunger, die Bestrafungen und die harte Arbeit prägten Ernst Reiter. Ingrid Portenschlager erzählte, welche Auswirkungen die Traumatisierung ihres Vaters auf die Familie hatte. Sie wurden sehr streng erzogen, mussten gehorchen und durften keinen Krümel Essen verschwenden. Ingrid Portenschlager ist sehr stolz auf ihren Vater und seine Werte, die er ihnen für ihr Leben mitgab.

Frau Portenschlager und Frau Dürnberger ist es sehr wichtig, die Jugendlichen zu sensibilisieren und darüber zu berichten, welche Folgen Diktaturen, gesellschaftliche Ausgrenzung und Diskriminierung von Minderheiten haben können. Große Sorge macht Ihnen die aktuelle politische Strömung. Sie möchten mit den Generationengesprächen ihren Beitrag dazu leisten, dass sich diese Verbrechen nicht wiederholen.

Die Jugendlichen stellten den beiden Frauen viele Fragen und waren von der bewegenden und sehr wertvollen „Geschichtsstunde“ sichtlich beeindruckt.

Ursula Soderer

Was bedeutet Glück für mich?

Mit dieser Frage haben sich die Schülerinnen und Schüler des Projektes Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage kürzlich auseinandergesetzt. Im Zentrum standen dabei die Fragen:

  • Was ist mir wichtig?
  • Was macht mich glücklich?
  • Was wünsche ich mir für meine Zukunft?

Im Rahmen eines Kreativprojektes durften wir unsere Ideen im Rahmen eines Fotoprojektes umsetzen. Für unsere Fotokulisse haben wir Naturmaterialien gesammelt, gebastelt und Miniaturfiguren in Szene gesetzt. Die Fotos haben wir mit unseren iPads gemacht und digital nachbearbeitet. Anschließend nahmen wir unsere Gedanken zum Thema Glück als Audiodatei auf und erstellten mithilfe der App Sway ein E-Book.

Bitte auf das Bild klicken!!!

Anhand des Beispiels von Mira Egner möchten wir euch unser Ergebnis zeigen. Alle Bilder sind auch in unserem Schulhaus im Rahmen einer kleinen Ausstellung zu sehen.