Workshop der 9aG zum Thema „Bloggen gegen Rassismus“

Kurz vor den Weihnachtsferien absolvierte die Klasse 9aG der Wirtschaftsschule Weiden einen Workshop zum Thema „Bloggen gegen Rassismus“. Dazu wurde von der Organisation „Arbeit und Leben“ der Blogger und Journalist Said Rezek nach Weiden eingeladen. Said Rezek selbst bloggt und verfasst Artikel regelmäßig zu den Themen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit. Herr Rezek leitete gekonnt durch den kurzweiligen Workshop und brachte den Schülerinnen und Schülern das Thema Bloggen näher. Er ermutigte sie, vor allem in Sozialen Netzwerken, dem Rassismus entgegenzutreten. Wie man das tun kann, war Gegenstand des Tages und wurde von den Schülerinnen und Schülern sehr engagiert während des Workshops erarbeitet. Dass Rassismus auch bei unscheinbaren Situationen auftreten kann, wurde den Teilnehmern zu Beginn anhand eines Posts einer Frau aus Wien vor Augen geführt, die am Neujahrstag ihr Baby bekommen hat. Diese Frau wurde daraufhin in den Sozialen Medien aufs Schlimmste rassistisch beleidigt, nur weil sie ein Kopftuch trug. Jedoch traten sehr viele engagierte Menschen diesen schlechten Kommentaren entgegen und antworteten auf diesen Post positiv. Nachdem die Schülerinnen und Schüler so für das Thema sensibilisiert worden waren, konnten sie nach einer kurzen theoretischen Einführung gleich selbst tätig werden. Als sogenannte iPad-Klasse, bei der allen Schülern für die tägliche Arbeit im Unterricht iPads zur Verfügung gestellt wurden, waren die Schülerinnen und Schüler somit sehr gut dafür vorbereitet. Sie machten sich sofort auf ihren Tablets an die Arbeit und erstellten in Gruppen jeweils ein Listicle – zusammengesetzt aus „list“ und „article“ – zum Thema „5 Punkte, wie jeder gegen Rassismus vorgehen kann“. Nach dem anschließenden theoretischen Teil erstellte jeder der Schülerinnen und Schüler einen Blogbeitrag für soziale Medien, in dem eine persönliche Erfahrung mit Rassismus geschildert und angeprangert wird. Beide Arbeitsaufträge wurden von den Lernenden mit sehr großem Engagement erledigt und die Ergebnisse waren durchweg beeindruckend. Der kurzweilige Workshop endete mit sehr positiver Resonanz und Feedback an Herrn Rezek.

Peter Messbauer

Weihnachtspost

Die Klasse 7b verschickt Weihnachtspost an die Seniorinnen und Senioren, die im Diakonischen Werk in Weiden leben.

Im Deutschunterricht haben die Schülerinnen und Schüler den Aufbau eines Briefes gelernt und Weihnachtsgrüße verfasst. Die schön gestalteten Karten und Briefe werden an ältere Menschen in der Pflegeeinrichtung in der Sebastianstraße weitergeleitet, die sich in der pandemiebedingt schwierigen Adventszeit besonders einsam fühlen könnten. Die Klasse 7b hat gedichtet, gemalt und Grüße versendet, um den Seniorinnen und Senioren an Weihnachten eine Freude zu machen.

Lena Rauh, Klassenleitung 7b

Damals wie heute? – Theateraufführung des Projekts „ReMember“ im JUZ für Schülerinnen und Schüler der Wirtschaftsschule Weiden

„Merkt euch: In Deutschland ist Judenhass nicht erlaubt! Juden sind bei uns okay!“ In einer Theaterszene werden zwei jungen Geflüchteten die Regeln eingebläut, sie nicken eifrig. Antisemitismus ist hierzulande wohl ein rotes Tuch. Was das ist, und was man wirklich dagegen tun kann – da scheint sich die Gesellschaft nicht so sicher zu sein…

„Damals wie heute?“ heißt das Theaterstück, das 2021 im Rahmen des Projekts „ReMember“ entstanden ist und im JUZ Weiden vor Schulklassen aufgeführt wurde. Über den Sommer haben die 11 Schülerinnen und Schüler viel Freizeit geopfert, um so weit zu kommen. Zusammen mit einem Team von der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und der Berliner Initiative „MIND prevention“ haben sie sich in Workshops, Gedenkstättenbesuchen und gemeinsamen Wochenenden mit ihrer eigenen und der deutschen Geschichte beschäftigt. Die Inszenierung zeigt, welche Reise sie zurückgelegt haben, und fordern die Zuschauer kritisch-provokant zum Streitgespräch auf: Wie wirkt das, was im Nationalsozialismus geschehen ist, heute noch weiter? Und wie ehrlich sind wir uns als Gesellschaft in der Auseinandersetzung damit?

60 Schülerinnen und Schüler der Wirtschaftsschule verfolgen die ca. halbstündige Darbietung gespannt: Das Theater wirft Fragen über Zivilcourage damals und heute auf: Wer schaut hin, wer mischt sich ein – und wer bleibt unbeteiligt und tut nichts, obwohl sich das Leid direkt vor den eigenen Augen abspielt? Besonders eindrücklich ist das Stück auch deswegen, weil die Schauspielerinnen und Schauspieler darin eigene Erfahrungen aufgreifen und verarbeiten. Alle sind bereits mit Ausgrenzung und Diskriminierung in Berührung gekommen, gerade die Geflüchteten in der Projektgruppe haben Gewalt und Verfolgung hautnah erlebt.

Im Anschluss an die Aufführung geben die elf Darstellerinnen und Darsteller den Raum zum Gespräch über das Stück, ihre persönlichen/eigenen Motivationen, Geschichten, und Lernprozesse. Die Fragen aus dem Publikum zeigen, dass die Aufführung etwas bei ihnen ausgelöst hat. Die Neugier auf die Themen und die Auseinandersetzung mit Geschichte ist spürbar.

Die Gruppe plant eine Tournee in Bayern und nächstes Jahr in ganz Deutschland mit ihrem Theaterstück und möchte die Zuschauer zum Nachdenken bringen. Mina Ahmadi aus dem Projekt sagt, was sie vermitteln will: „Wir müssen die Stimmen der anderen sein! Jeder von uns soll die Wahrheit wissen und immer gegen Hass, Diskriminierung und falsche Theorien kämpfen“.

Aktion zum Welt-aids-tag

Bei den Schülerinnen und Schüler der 9., 10. und 11. Klassen stand letzte Woche ganz im Zeichen des Weltaidstags. Der jährlich stattfindende Aktionstag, der nun seit knapp 30 Jahren begangen wird, zielt darauf ab, die Rechte der HIV-positiven Menschen weltweit zu stärken, zu einem Miteinander ohne Vorurteile und Ausgrenzung aufzurufen und derer zu gedenken, die an den Folgen von HIV und AIDS verstorben sind.

Daher waren die Aufklärung über HIV und AIDS sowie der Appell zu mehr Toleranz zentrale Bestandteile der Aktion. In einem kurzen Videoclip erfuhren die Schülerinnen und Schüler, was der Unterschied zwischen HIV und AIDS ist, wie das Virus übertragen wird und dass trotz medizinscher Fortschritte immer noch viele Menschen in Deutschland an den Folgen von HIV oder AIDS sterben, obwohl es vermeidbar wäre. Zusätzliche Informationen bekamen die Schülerinnen und Schüler in Form von kleinen Infopäckchen, die das Gesundheitsamt Neustadt-Weiden extra anlässlich des Aktionstages zusammengestellt hat und die sie bei der Schulsozialpädagogin Frau Eck abholen konnten. Verschiedene kreative Sprüche auf den Päckchen lockerten die Stimmung auf und führten dazu, dass es trotz des sensiblen Themas seitens der Jugendlichen keine Berührungsängste gab. Ganz im Gegenteil, die Aktion fand bei den Schülerinnen und Schülern so großen Anklang, dass gleich nach Start der Aktion die Hälfte aller Päckchen vergriffen war.

Katharina Eck, Schulsozialpädagogin

Erfolgreich bewerben

Die neunten Klassen der Staatlichen Wirtschaftsschule Weiden erhielten im Rahmen eines Vortrags im BSK-Unterricht Informationen über die Berufsfindung, zum Aufbau einer Bewerbungsmappe sowie hilfreiche Tipps für das Vorstellungsgespräch und das Assessment Center. Der Referent Wolfgang Lindner der AOK in Weiden gab den Schülerinnen und Schülern wichtige Tipps und Tricks rund um den Bewerbungsprozess mit auf den Weg.

Der Referent schilderte praxisorientiert, worauf bei Bewerbungen Wert gelegt wird. „Seid ehrlich! Kennt eure Schwächen und Stärken und steht dazu, die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber wollen euch kennenlernen, so wie ihr wirklich seid.“, so Lindner. Deswegen sei es auch so wichtig, die eigenen Eignungen und Neigungen herauszufinden, zum Beispiel mit Tests oder der Fremdeinschätzung durch Familie und Freunde.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung erklärte Wolfgang Lindner den Neuntklässlerinnen und Neuntklässlern, was hinter den Fragen im Vorstellungsgespräch steckt. Außerdem beschrieb er, wie ein Assessment Center aufgebaut ist, mit welchen Übungen zu rechnen ist und wie man sich am besten verhält. Jedes Unternehmen lege auf unterschiedliche Fähigkeiten wert, aber sehr häufig stehe die Teamfähigkeit im Vordergrund: „Zeigt, dass ihr mit Anderen zusammenarbeiten könnt und bezieht auch eure Konkurrenz mit in die Gruppendiskussion ein. Da könnt ihr punkten, wir brauchen Teamplayer!“.

Die Schülerinnen und Schüler konnten dank dieser gelungenen, praxisnahen Veranstaltung die im BSK-Unterricht erworbenen Kenntnisse vertiefen und starten gut vorbereitet in die Bewerbungsphase.

Lena Rauh

Lesung Dominik Bloh: Unter Palmen aus Stahl

Alle Schüler und Schülerinnen der zweistufigen Wirtschaftsschule hatten die Gelegenheit im JUZ an einer Lesung des ehemaligen Obdachlosen und heutigen Buchautors Dominik Bloh teilzunehmen. In seiner Autobiographie „Unter Palmen aus Stahl“ schildert er seine Erfahrungen mit dem Leben auf der Straße. Er berichtet von Momenten, die ihm das Leben noch zusätzlich schwerer gemacht haben, aber auch von Begebenheiten, die ihm wieder Hoffnung schenkten.

Bereits mit 16 Jahren wurde Dominik nachts und bei Schneefall mit einem Koffer in der Hand von seiner Mutter auf die Straße gesetzt. Seine kranke Mutter legte die Vormundschaft für ihn ab, damit hatte er keinen gesetzlichen Vertreter. Lehrer und Vertrauenslehrer, denen er sich anvertraute, hatten keine Zeit und nannten ihm nur die Adresse eines Jugendheims. Dominik pendelte zwischen Jugendheim und Familienbehörde, aber niemand war für ihn, einen jungen Heranwachsenden, zuständig bzw. nahm sich seiner an. Das Schwimmbad diente ihm als Rückzugsort, wo er sich aufwärmen und duschen konnte. „Du bist der hygienischste Obdachlose, den ich kenne“, sagte einmal ein Mitarbeiter der Familienbehörde zu Dominik. Nachts hielt er sich oft in einem 24-Std. Schnellrestaurant bei einem 1,00 € Burger auf. Hier schlug er immer die Obdachlosenzeitung auf und löste beispielsweise Kreuzworträtsel, nur um nicht einzuschlafen, ansonsten hätte ihn die Security rausgeworfen. Die Obdachlosenzeitung half ihm z. B. zum Wachbleiben und Lesen, als Alibi im Schnellrestaurant, als Vorlage um sich in Phantasiewelten flüchten zu können und als Schutz vor Wind und Regen. Bereits in dieser Zeit fing er an zu schreiben. Auf jeden kleinen Zettel notierte er seine Lebensgeschichte. Dominik hat auf der Straße sein Abitur gemacht. Ein Grund, warum er es trotz der widrigen Umstände geschafft hat, war, dass die Schule für ihn ein warmer sowie sicherer Raum von 8:00 bis 13:00 Uhr war und er deshalb versuchte regelmäßig hinzugehen. Es war für ihn wichtig noch etwas zu sein – ein Schüler zu sein.

Schreiben gab ihm schon damals halt. Heute verdient er damit seinen Lebensunterhalt und kann sich eine eigene Wohnung finanzieren. Mit dem festen Wohnsitz hatte er es aber noch nicht geschafft. Rechtsanwaltsschreiben und Inkassobüros konnten ihn nun postalisch erreichen. Schulden aus der Zeit der Obdachlosigkeit „flogen ihm um die Ohren“, so der ehemalige Obdachlose und es verlangte ihm nochmal so viel Kraft ab, nicht wieder in die Armut abzurutschen. Er appellierte an die Schüler und Schülerinnen keine Schulden zu machen, denn diese holen einen immer wieder ein. „Hört auf euer Herz. Ihr seid jung und könnt die Welt zu verändern.“ Die Geschichte des ehemaligen Obdachlosen ging allen Anwesenden unter die Haut. Aber er machte den Schüler und Schülerinnen auch Mut. Wenn man manchmal denkt, es kommt nichts mehr, es ist aussichtlos und man hat keine Perspektive, sollte man nicht die Hoffnung aufgeben. „Solange man ist, geht es weiter! Alles was wir machen strahlt auf uns zurück. Wir bzw. ihr seid die Veränderung.“, so der Buchautor.

Sonja Messer

Im Gespräch mit Josef Salomonovic

Alle Schülerinnen und Schüler der Projektgruppe Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage freuten sich sehr darüber, kürzlich Josef Salomonovic zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn an der Wirtschaftsschule begrüßen zu dürfen. Aufgrund der pandemiebedingten Einschränkungen musste das mit dem Besuch verbundene Zeitzeugengespräch bereits einige Male verschoben werden.

Josef Salomonovic verbrachte seine Kindheit im Konzentrationslager. Als dreijähriger wird er 1941 zusammen mit seinen Eltern und dem Bruder Michael in das Ghetto Litzmannstadt deportiert. Nach Räumung des Ghettos kommt die Familie über das KZ Auschwitz in das KZ Stutthof und schließlich nach Dresden. In den Augen der Nationalsozialisten ist nur wertvoll, wer arbeiten kann. Deshalb wird Josef immer wieder versteckt. Als er entdeckt wird, rettet ihn das Chaos um den Luftangriff auf Dresden am 13. Februar 1945 vor dem Transport.

Von seinen Erlebnissen erzählt Josef Salomonovic den Mitgliedern der Projektgruppe und den Schülerinnen und Schülern der Klassen 10aG und 9aG. Sie haben sich bereits im Rahmen des Geschichts- und des Projektunterrichtes mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinandergesetzt. Auch die Erlebnisse von Josef Salomonovic kennen sie durch seinen Film „Pepeks verlorene Kindheit“. Die Jugendlichen sind sehr gerührt und hören konzentriert zu, als der Holocaust-Überlebende von den damaligen Ereignissen bis hin zur Befreiung berichtet und die zahlreichen Fragen geduldig beantwortet.

Die Projektgruppe hat das Gespräch mitgefilmt. Für sie gilt es in den nächsten Wochen die daraus gewonnen Informationen in ihr Lernszenario, welches sich mit dem Alltag in einem Konzentrationslager auseinandersetzt, einzuarbeiten.

Projekttag der 10. Klassen der Wirtschaftsschule Weiden zur KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Nachdem im letzten Schuljahr aufgrund der Pandemie keine Exkursion im Rahmen des Geschichte/Politik und Gesellschaftsunterrichts zur KZ-Gedenkstätte stattfinden konnte, wurde der entfallene Projekttag mit den Klassen 10aG und 10b nachgeholt.

Die beiden Klassen arbeiteten in ganztägigen Workshops zu verschiedenen Themen. Während sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10aG und ein Teil der Klasse 10b beim Modul „Geschichte zum Anfassen“ mit Hilfe von Exponaten weitgehend selbständig Informationen erarbeiteten und diese ihren Klassenkameraden präsentierten, absolvierte die zweite Gruppe der Klasse 10b das Programm „Menschen – keine Nummern“.

Die Nationalsozialisten nahmen den Häftlingen ihre Namen, Kleidung und ihre Persönlichkeit. Sie wurden zu Nummern. Um diesen Prozess der Entmenschlichung sichtbar zu machen, stempelten die Jugendlichen Zahlen z. B. 100.000. Die schlichten Zeichen (Striche, Symbole, Ziffern), die für jeweils einen Menschen mit einer eigenen Persönlichkeit stehen, zeigen die Reduzierung des Individuums auf eine Nummer, wie es in den Konzentrationslagern im Nationalsozialismus geschah.

Im zweiten Teil fertigten die Jugendlichen für einzelne Häftlinge Lebens-Bilder an, die nach der anonymen „Stempelaktion“ die einzigartige Persönlichkeit der Häftlinge sichtbar machten.

Bei der Nachbesprechung der Exkursion in der Schule zeigten sich die Jugendlichen sehr nachdenklich und interessiert.

Fachbereich Geschichte/Politik und Gesellschaft

Startschuss für „iPad-Klasse“ an der Wirtschaftsschule

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9aG der Wirtschaftsschule Weiden lösen ihre Aufgaben am iPad. Individuell unterstützt werden sie hierbei von ihrer Deutschlehrkraft Peter Messbauer.

Sehr zur Freude der Schülerinnen und Schüler der Klasse 9aG der Wirtschaftsschule Weiden liegen auf den Tischen des Klassenzimmers seit Schuljahresbeginn iPads. Die Jugendlichen der Ganztagesklasse führen ihre Schulhefte ab sofort ausschließlich digital.

Zum Einsatz kommt dabei das sogenannte Klassennotizbuch über das die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeitsaufträge erhalten. Ihre Mitschriften fertigen sie mit dem zugehörigen Stift oder schreiben auch mal mithilfe einer externen Bluetooth Tastatur. Für jedes Fach steht ein separates Notizbuch zur Verfügung. Die Inhalte sind thematisch und chronologisch geordnet, sodass für die Lernenden eine gewisse Struktur vorgegeben ist. Diese Struktur soll auch die Vorbereitung auf anstehende Tests und Leistungsnachweise erleichtern.

Aus Sicht des stellvertretenden Schulleiters Eduard Bauer geht es hauptsächlich darum, den Einsatz digitaler Medien als produktives Arbeitsmittel weiter voranzutreiben. Ausgelöst durch die Coronapandemie schreitet auch die Digitalisierung an der Wirtschaftsschule weiter voran. „Unsere Kinder wachsen in einer digitalisierten Welt auf und sollen durch den Einsatz der Tablets optimal auf die späteren beruflichen Anforderungen vorbereitet werden“, so Bauer. Voraussetzung für die Einführung der iPad-Klasse ist eine gut funktionierende Infrastruktur. Dafür hat der Sachaufwandsträger der Schule, die Stadt Weiden, gesorgt. Im Klassenzimmer gibt es WLAN, AppleTV und einen neuen Beamer, sodass die Lernenden ihre Ergebnisse schnell und unkompliziert präsentieren können. Außerdem wurden alle Schülerinnen und Schüler sowie die unterrichtenden Lehrkräfte mit iPad, Stift, Tastatur und Ladekabel ausgestattet. Ein ausdrücklicher Dank dafür gilt der Schul- und IT-Abteilung der Stadt Weiden. Der stellvertretende Schulleiter betont, dass ohne die Leihgeräte samt Zubehör das Konzept der iPad-Klasse nicht umzusetzen wäre und erklärt: „Den Eltern der uns anvertrauten Jugendlichen, ist es leider oft nicht möglich, die Geräte selbst anzuschaffen.“

Schülerin Antonia Stengel fertigt ihre Mathematikmitschriften am iPad an.

Auch die Lehrkräfte nehmen die neue Herausforderung gerne an. Mithilfe eines vielfältigen Material- und Methodenmixes geht es auch ihnen darum, die Medienkompetenz der Jugendlichen weiter zu vertiefen. Der Einsatz von unterschiedlichen Apps ermöglicht es außerdem individuell bei auftretenden Lerndefiziten schnell und unkompliziert nachzusteuern. Die Jugendlichen selbst sind begeistert und haben sich schnell in die Technik eingearbeitet. Die hohe Motivation und das positive Lernklima jedenfalls sind im Klassenzimmer deutlich zu spüren.

Staatliche Wirtschaftsschule Weiden i.d.Opf.