Wie fühlt es sich an, alt zu sein? Welche Herausforderungen bringt das Älterwerden mit sich – und wie kann man im Notfall richtig helfen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9a und 9b am 28. Juli 2025 sowie der Klasse 8a am 29. Juli 2025 im Rahmen des Projekttages „Alter verstehen, Leben retten“.
Christina Mayer der Malteser Jugend Regensburg und Daniela Schwarz aus der Demenzarbeit der Malteser führten das Projekt an unserer Schule durch. Es bot den Jugendlichen eine spannende Kombination aus Theorie und Praxis. Den Auftakt bildete ein interaktives Quiz, bei dem medizinisches Wissen zu Alterserkrankungen, Erster Hilfe und der Anatomie des Menschen abgefragt wurde – ein gelungener Einstieg, der Interesse und Vorwissen der Schülerinnen und Schüler aktivierte.
Im Anschluss vermittelte Frau Christina Mayer wie jeder einzelne Erste Hilfe und lebensrettende Sofortmaßnahmen leisten kann. Es ist vor allem wichtig, die 112 zu rufen. Besonders eindrucksvoll war die praktische Übung zur Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) mit 30-mal Herzdruckmassage und zwei Atemspenden im Wechsel, sowie das Erlernen der stabilen Seitenlage, wenn die Person zwar bewusstlos ist, aber die Atmung vorhanden ist. – Fähigkeiten, die im Ernstfall Leben retten können.
FrauDanielaSchwarz, informierte in einem anschaulichen Vortrag über die physischen und psychischen Veränderungen im Alter. Dabei thematisierte sie typische Altersbeschwerden wie Schwerhörigkeit und Gelenk- und Gliederschmerzen, aber auch soziale Herausforderungen wie Einsamkeit, mit denen ältere Menschen konfrontiert sind.

Ein Highlight des Tages war der Alterssimulationsanzug GERT, den die Jugendlichen ausprobieren durften. Mit Gewichtsmanschetten, Bewegungs- und Gehöreinschränkungen und speziellen Brillen konnten sie am eigenen Körper erleben, wie sich alltägliche Bewegungen und Wahrnehmungen im Alter verändern. Das sorgte für viele Aha-Momente – und auch für mehr Verständnis und Empathie gegenüber älteren Menschen. Eine kleine Challenge für die Schülerinnen und Schüler waren „Schuhe binden“, „Treppensteigen“ und Geld aus dem Geldbeutel zu holen und wie an der Kasse zu bezahlen
Abgerundet wurde das Projekt durch ein Feedback mit der Koffermethode: Die Schülerinnen und Schüler „packten“ gedanklich ein, was sie aus dem Tag mitnahmen, und nannten ihre persönlichen Highlights. Das Projekt „Alter verstehen, Leben retten“ erwies sich als voller Erfolg: Allen hat es gefallen.










