Auch in diesem Schuljahr fand an der Wirtschaftsschule wieder der Workshop „Wi(e)dersprechen – für Demokratie“ statt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie man Stellung beziehen kann, wenn Menschen ausgegrenzt, beleidigt oder aufgrund von Herkunft, Aussehen, Religion, Geschlecht oder anderer Merkmale abgewertet werden.
Besonders wertvoll ist dabei der Peer-Gedanke: Nicht Lehrkräfte leiten den Workshop, sondern speziell ausgebildete Peer-Guides. Sie sprechen mit den Teilnehmenden auf Augenhöhe, greifen Situationen aus dem Alltag Jugendlicher auf und zeigen, wie man in schwierigen Momenten mutig, aber respektvoll widersprechen kann. Dabei geht es nicht nur darum, Diskriminierung zu erkennen, sondern auch darum, eigene Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Die Peer-Guides, Lena Wirz, Asia Shek Ahmed Oliver Götz, Dominik Kurs, Majed Alfrij und Joseph Keck Nassabay wurden vom Berliner Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ dafür geschult.
Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Stimmung ist dieser Workshop wichtiger denn je. Demokratie entsteht nicht nur in Parlamenten, sondern auch im Schulalltag: wenn wir zuhören, Vorurteile hinterfragen und für ein faires Miteinander eintreten.
Am Ende des Schuljahres wird erneut eine Peer-Guide-Ausbildung für die 9. Klassen stattfinden. Interessierte Schülerinnen und Schüler können sich dabei darauf vorbereiten, im kommenden Schuljahr selbst Workshops durchzuführen und Verantwortung für eine offene und demokratische Schulgemeinschaft zu übernehmen.

