„Was tust du?“ – 10a und 10b der Wirtschaftsschule Weiden in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Die Klassen 10a und 10b der Wirtschaftsschule Weiden besuchten die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Den Auftakt bildete ein sehr informativer Rundgang über das ehemalige Lagergelände sowie durch die Ausstellung zur Lagergeschichte. Unsere Rundgangsleiterin, Monika Grötsch, erklärte Hintergründe, kam mit den Jugendlichen ins Gespräch und gab ihnen immer wieder Zeit, Exponate und Biografien selbstständig zu erkunden.

Nach der Mittagspause stand das Simulationsspiel „Was tust du?“ im Mittelpunkt. Das Rollenspiel thematisiert Zivilcourage in den letzten Kriegstagen: Im April 1945 sollte ein Zugtransport mit KZ-Häftlingen aus dem Außenlager Leitmeritz nach Mauthausen verlegt werden. Als der Zug in Roztoky (CZ) anhielt, musste sich die örtliche Bevölkerung entscheiden, ob und wie sie den ausgehungerten, geschwächten Häftlingen hilft – trotz Gefahr und Verboten.

Die Schülerinnen und Schüler nahmen verschiedene Rollen der Zivilbevölkerung ein, diskutierten intensiv ihreHandlungsmöglichkeiten und rangen um moralische Entscheidungen. Auszüge aus der Dokumentation „Todeszug in die Freiheit“ verdeutlichten reale Handlungsspielräume, die Menschen damals nutzten. In der anschließenden Nachbesprechung wurde gemeinsam reflektiert, inwiefern sich das historische Geschehen auf die Gegenwart übertragen lässt: Wo braucht es heute Haltung, Mut und Verantwortung?

Der Besuch knüpft an unsere langjährige Praxis an: Jedes Jahr fahren Lernende im Rahmen des Unterrichts Geschichte, Politik und Gesellschaft (GPuG) nach Flossenbürg. Ziel ist es, historisches Wissen, Empathie undurteilskritisches Denken zu verbinden.

Fachbereich GPuG