„Kein Land für Niemand“: Zwei 9. Klassen im Kino – und im Gespräch über Menschlichkeit

Die zwei 9. Klassen der Wirtschaftsschule Weiden besuchten die Vorführung des Dokumentarfilms „Kein Land für Niemand“. Organisiert hatte die Veranstaltung der Kulturverein das sündikat e.V. in der „Sünde“ in Weiden. Der Film zeigt eindrucksvoll, welche Folgen die europäische Abschottungs- und Migrationspolitik an den Außengrenzen hat, und stellt die Frage nach Menschlichkeit, Verantwortung und der Zukunft Europas.

Im Anschluss diskutierten die Schülerinnen und Schüler mit Dominik Reisinger, Vorstandsmitglied der Seenotrettungsorganisation Sea-Eye. Im Gespräch ging es um praktische Herausforderungen der Rettungsmissionen im Mittelmeer, um politische Rahmenbedingungen und um Handlungsmöglichkeiten für Zivilgesellschaft und Einzelne.

Der Kinobesuch wurde im Rahmen von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ durchgeführt. Ziel war es, Informationen aus erster Hand zu erhalten und die eigene Urteilsbildung zu schärfen: Welche Narrative prägen die Debatte über Flucht und Migration – und welche Perspektiven werden dabei oft übersehen? Der Film greift genau diese Fragen auf und gibt Einblicke in eine Rettungsmission und in Lagerrealitäten.

Nach der Filmveranstaltung informierten Schulpädgogin Anja Hennig und GPuG-Lehrkraft Ursula Soderer die beiden Klassen über die verschiedenen Migrationsgründe und über die weltweiten Fluchtwege.

Wir danken dem Team der „Sünde“ sowie Dominik Reisinger für die eindrucksvolle und nachdenklich stimmende Veranstaltung.

Anja Hennig und Ursula Soderer